Sicherheitsbeauftragte - Notwendiges Übel oder echte Unterstützung für Führungskräfte?

Aktualisiert: März 30

"Meine Sicherheitsbeauftragten kann ich nicht gebrauchen", "die Sicherheitsbeauftragten fahren nur für die gemütlichen Abende auf Lehrgänge", "meine Sicherheitsbeauftragten haben Angst ihren Kollegen Anweisungen zu geben". Provokante Aussagen, die in Gesprächen mit Führungskräften teilweise vernommen werden können. Es gibt jedoch auch das deutliche Gegenteil. Führungskräfte die ihre Sicherheitsbeauftragten als wesentliche Säule im betrieblichen Arbeitsschutz sehen. Die Ihre Sicherheitsbeauftragten in den höchsten Tönen loben. Doch warum unterscheiden sich die Ansichten zwischen Führungskräften teilweise so deutlich?


In den meisten Fällen liegt der Grund in einer nicht erfüllten Erwartungshaltung. Hintergrund ist oftmals das fehlende Wissen über die Aufgaben und Kompetenzen von Sicherheitsbeauftragten. Die Aufgabe von Sicherheitsbeauftragten ist die Beratung und Unterstützung der Führungskräfte im Arbeitsschutz. Hierzu gehören die detaillierten Maßnahmen aus der Abbildung.




1. Unterstützung bei der Analyse und Bewertung von Arbeitsunfällen und unsicheren Situationen

Nach einem Arbeitsunfall oder einer unsicheren Situation wird der Hergang analysiert und die Ursachen bewertet. Der Sicherheitsbeauftragte unterstützt die Führungskraft und die Fachkraft für Arbeitssicherheit mit dem Fachwissen zum Arbeitsplatz. Er legt auch gemeinsam mit den Beteiligten erforderliche Schutzmaßnahmen fest z. B. an Maschinen.


2. Feststellung von sicherheitstechnischen Mängeln und Einleitung von Maßnahmen

Der Sicherheitsbeauftragte ist der direkte Ansprechpartner für die Kollegen in seinem Arbeitsbereich. Er nimmt Meldungen auf und führt eine erste Risikoeinschätzung vor Ort durch. Im Zweifelsfall sagt er "Stopp" und unterbricht die Arbeit.


3. Durchführung von regelmäßigen Begehungen

In Abhängigkeit von Arbeitsbereich und Gefährdungspotenzial führt der Sicherheitsbeauftragte in regelmäßigen Zeitabständen Sicherheitsbegehungen durch. Die Begehungen sollten im besten Fall dokumentiert werden. Ziel ist das Feststellen von sicherheitsrelevanten Mängeln und die Einleitung von Maßnahmen. Die Begehungen können einzeln, oder mit Führungskraft und Fachkraft für Arbeitssicherheit erfolgen.


4. Teilnahme am Arbeitsschutzausschuss und Terminen mit Berufsgenossenschaft/ Unfallkasse oder Behörden

Ein Sicherheitsbeauftragte ist gemäß §11 Arbeitssicherheitsgesetz ein festes Mitglied im Arbeitsschutzausschuss. Beim Vorhandensein von mehreren Sicherheitsbeauftragten empfiehlt sich die Wahl von Vertretern. Bei Besichtigungen von Behörden oder der Berufsgenossenschaft bzw. der Unfallkasse ist der Sicherheitsbeauftragte des Bereiches einzubinden.


5. Unterweisung von Beschäftigten

Die Sicherheitsbeauftragten können Unterweisungen in ihrem Arbeitsbereich durchführen. Hierzu gehören beispielsweise Ersteinweisungen von neuen Mitarbeitern oder Unterweisungen nach Unfallereignissen. Die Verantwortung hierfür obliegt jedoch weiterhin der Führungskraft.


Damit Führungskräfte einen möglichst hohen Mehrwert von ihren Sicherheitsbeauftragten erhalten können, müssen wesentliche Voraussetzungen erfüllt werden. Die Sicherheitsbeauftragten müssen eine Grundausbildung und in regelmäßigen Abständen Weiterbildungen erfahren. Diese Schulungen können bei den Berufsgenossenschaften bzw. Unfallkassen oder bei freien Anbietern, wie z. B. dem WandelWerker-Team absolviert werden. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt Weiterbildungen spätestens alle drei bis fünf Jahre. Wenn Führungskräfte ihre Sicherheitsbeauftragten intensiv einsetzen wollen, ist ein kürzeres Intervall zielführend. Neben den Ausbildungen ist eine dauerhafte Einbindung der Sicherheitsbeauftragten sowie deren Stärkung im Unternehmen notwendig.


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Zusammengefasst sind gut ausgebildete Sicherheitsbeauftragte eine große Unterstützung für Führungskräfte. Sie unterstützen im Tagesgeschäft und sorgen für Sicherheit, wenn die Führungskraft nicht vor Ort ist. Das Zusammenspiel von Führungskraft, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte sorgen für ein höheres Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen. So entsteht Sicherheit im Alltag.


Weil Sicherheit beim Bewusstsein beginnt.




Quellen:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (2017): Sicherheitsbeauftragte. DGUV Information 211-043

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (2014): Grundsätze der Prävention. DGUV -Regel 100-001



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