Wenn Führungskräfte im Arbeitsschutz scheitern - Fehlendes Selbstbewusstsein als Blockierer

Aktualisiert: Okt 30

Haben Sie schon einmal negative Erfahrungen im Leben sammeln müssen? Haben Sie vielleicht sogar im Arbeitsschutz schon einmal etwas total "vergeigt"? Glauben Sie mir, Sie wären hier nicht der oder die Einzige. Ich habe über viele Jahre ein Mittel zur nachhaltigen Reduzierung von Arbeitsunfällen gesucht. Der Weg dorthin war sehr steinig. Viele Ansätze scheitern teilweise deutlich. Unfallzahlen stagnierten oder stiegen manchmal sogar noch stärker an. Ein Horror. Eine Situation, die einem zweifeln lässt. Letztendlich hat jedoch jede Erfahrung dazu beigetragen, erfolgreiche Methoden zu finden und zu entwickeln.


Als Menschen neigen wir bei schlechten Erlebnissen schnell dazu, unser Selbstbewusstsein zu verringern. Bleibt der gewünschte Erfolg aus, beginnen wir an uns zu zweifeln. Wir meinen, dass wir nicht die Richtigen für diese Aufgabe sind. Wir glauben, dass uns einfach die notwendigen Skills fehlen und Andere deshalb erfolgreicher sind.


Es gibt viele Führungskräfte, die bei ihren Hauptaufgaben selbstsicher auftreten. Beim Thema Arbeitsschutz wirken sie jedoch unsicher. Die Gründe können sehr unterschiedlich sein. Ein miterlebter Arbeitsunfall. Ein Behördenkontakt mit einer langen Mängelliste. Konflikte mit anderen Führungskräften oder Mitarbeitern. Manchmal kann es auch die Fachkraft für Arbeitssicherheit sein, die mehr Ängste schürrt, anstatt der Führungskraft unter die Arme zu greifen. Im Ergebnis treffen diese Führungskräfte keine eigenständigen Entscheidungen. Sie haben Angst, durch falsche Entscheidungen Menschenleben zu gefährden oder rechtlich belangt zu werden.





Meine persönlichen Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis zeigen, dass einige Führungskräfte bereits wichtige Routinen im Arbeitsschutz besitzen. Sie führen Begehungen durch. Achten auf Ordnung und Sauberkeit. Sprechen mit Mitarbeitern über Sicherheit. Auch Gefährdungsbeurteilungen sind kein Fremdwort für sie. Kurz gesagt, die ersten wesentlichen Schritte für eine höhere Sicherheitskultur sind eingeleitet. Der Weg auf den Mount Everest hat begonnen. Trotzdem haben diese Führungskräfte das Gefühl, sich noch nicht einmnal die Wanderschuhe angezogen zu haben.


Das Problem hinter einem fehlenden Selbstbewusstsein bei Führungskräften ist kurz und knapp: Eine schlechte Sicherheitskultur. Eine Führungskraft mit einem geringen Selbstbewusstsein trifft keine Entscheidungen. Sie verunsichert Mitarbeiter durch schwammige Aussagen. Sie traut sich nicht klar Stellung zu beziehen. Sie können sich sicherlich vorstellen, wie Arbeitsschutz in den entsprechenden Bereichen gelebt wird.


Das menschliche Selbstbewusstsein ergibt sich aus zwei wesentlichen Faktoren. Das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl. Selbstvertrauen entwickelt sich immer stärker, je größer das persönliche Vertrauen in das eigene Know-how ist. Wenn Sie immer wieder Lob für die ausgeführte Arbeiten erhalten, dann werden Sie immer sicherer und glauben an sich. Das Selbstwertgefühl ergibt sich, wenn der Mensch sich selbst achtet und liebt. Klingt seltsam? Aber ja, als Mensch darf und muss man sich auch selbst lieben. 


Ein Professor hält in seiner Vorlesung einen 50 Euro Schein in die Höhe. Er fragt seine Studenten, wer diesen Schein haben wolle. Alle Studenten im Hörsaal heben den Arm. Der Professor zerknüllt daraufhin den 50 Euro Schein und stellt die Frage erneut. Wieder heben alle Studenten den Arm. Nun wirft er den Geldschein auf den Boden und tritt mit seinen Schuhen darauf. Wieder fragt er seine Studenten. Wieder heben alle Studenten den Arm. Dann nimmt er den Schein und wirft ihn den Dreck. Er tritt erneut auf den Schein und nimmt ihn anschließend schmutzig und zerknüllt wieder auf. Erneut fragt er seine Studenten. Alle wollen weiterhin den Schein haben,

Der Professor erklärt danach seinen Studenten: "Obwohl der Geldschein jetzt nicht mehr neu ist, sondern sogar schmutzig und zerknüllt, hat er immer noch seinen Wert. Sie haben das alle erkannt. Genauso, wie mit dem 50 Euro Schein ist es mit dem Selbstwert. Egal, was uns im Leben widerfährt. Egal ob Andere auf uns herumtrampeln oder uns durch den Dreck ziehen. Wir haben immer den gleichen Wert. Wir sind immer wertvoll, unabhängig davon, was andere mit uns machen." (Verfasser unbekannt)


Bezogen auf den Arbeitsschutz wird es immer wieder Entscheidungen geben, die auch mal negative Auswirkungen haben. Doch wer möchte denn mit reinem Gewissen sagen, dass eine andere Entscheidung besser gewesen wäre? Denn auch die andere Entscheidung hätte noch negativere Folgen haben können. Viel wichtiger als einen Fehler zu erkennen, ist der Umgang mit Selbigen. Der US-amerikanische Erfinder Thomas Eddison hat auch einige Anläufe und Fehler gebraucht, bis er die Glühbirne erfunden hat. Egal, was andere Menschen von jemandem halten und glauben zu wissen. Seien Sie sich im Klaren darüber, es wird immer jemanden geben, der Sie kritisiert. Goete hat schon gewusst, dass die Schwierigkeiten wachsen, je näher man seinem Ziel kommt. Also stellen Sie sich auf Kritiker ein. Nehmen Sie diese Kritik jedoch nicht persönlich. Oftmals lässt sich aus Kritik sogar noch etwas Positives für sich selbst entnehmen.


Meine Erfahrungen zeigen mir, dass viele Führungskräfte nicht sehen, zu welchen Leistungen sie im Stande sind. Welche Leistungen sie bereits schon heute im Tagesgeschäft erbringen. Das Arbeitsschutz bereits eine Tagesroutine geworden ist. Auch wenn Optimierungen möglich sind. Der Anfang ist gemacht. Die grundlegende Frage ist, wie diese Führungskräfte ihr Selbstbewusstsein steigern können? Es empfehlen sich zu Beginn ein paar wesentliche Fragen.


Nehmen Sie sich zur Beantwortung dieser Fragen Zeit. Beim ersten Mal gerne 30 Minuten. Denken Sie genau nach und schreiben Sie sich die Antworten auf. Sie werden merken, dass Sie bereits wesentliche Fähigkeiten und Talente besitzen. Sie werden feststellen, dass Sie diese auch schon in der Vergangenheit erfolgreich eingesetzt haben. Sie sind also schon erfolgreich gewesen. Also sind Sie auch die richtige Führungskraft um Arbeitsschutz in Ihrem Unternehmen groß zu machen. Es empfiehlt sich in regelmäßigen Abständen, am besten alle zwei Wochen, die Fragen noch einmal anzuschauen. Eventuell verändern sich die Antworten noch einmal oder werden ergänzt.


Neben den Fragen an die eigene Persönlichkeit gibt es Routinen, die das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen stärken. Einen kleinen Auszug aus dem Werkzeugkoffer ergibt sich aus der Abbildung 2.


Das Üben vor dem Spiegel hilft Ihnen beim Umgang mit Mimik und Gestik. Fragen Sie sich, welche Reaktionen oder Emotionen Sie im Gespräch beim Gegenüber auslösen wollen. Üben Sie hierzu Mimik, Gestik, Wortwahl und Lautstärke. Der Spiegel lügt nicht. Nutzen Sie diese einfache Möglichkeit.


Haben Sie gewusst, dass unser Gehirn nicht unterscheiden kann, welche Dinge wir uns nur vorstellen und welche tatsächlich in der Realität passieren? Es gibt Sportler, die haben sich über einen Zeitraum nur vorgestellt, dass sie Kraftsport betreiben. Andere Sportler haben über den gleichen Zeitraum in der Realität Kraftsport betrieben. Am Ende der Studie hatten beide Gruppen fast den gleichen Muskelaufbau geschafft. Klingt verrückt, oder? Es ist jedoch wissenschaftlich belegt worden. Nutzen Sie diese Möglichkeit. Zur Steigerung des Selbstbewusstseins empfiehlt es sich, mögliche Gespräche oder Vorhaben viele Male im Kopf durchzugehen. Erleben Sie bereits mit geschlossenen Augen, wie Sie für einen Erfolg gefeiert werden. Wie Ihr Vorhaben zu mehr Sicherheit führt. Das macht Sie selbstbewusst. Sie haben schließlich schon 1.000 Male gesehen, wie Sie die Herausforderung erfolgreich gemeistert haben. Was soll also in der Praxis schief gehen? Nutzen Sie die Chance und stellen Sie sich Ihren Erfolg vor.


Die beste Investition, die jeder Mensch vornehmen kann, ist die Investition in sich selbst. Der us-amerikanische Milliardär Waren Buffet sagte einst, dass die Rendite bei einer Investition in sich selbst gigantisch wäre. Auch wenn Sie kein fachliches Know-how einer Fachkraft für Arbeitssicherheit benötigen, brauchen Sie gewisses Grundlagenwissen. Besuchen Sie regelmäßig Seminare zum Arbeitsschutz oder lesen Sie Bücher, Fachzeitschriften oder Weblogs. Die Digitalisierung ermöglicht auch das Hören von Arbeitsschutz-Podcasts (z. B. WandelWerker Podcast - Der erste deutsche Arbeitsschutz Podcast).


Führungskräfte nehmen oftmals nicht wahr, welche Arbeitsschutz-Routinen sie bereits regelmäßig durchführen. Oder wissen Sie ad hoc, welche Maßnahmen Sie vor rund drei bis fünf Wochen getätigt haben? Wahrscheinlich nicht. Zumindest kann ich aus dem Gedächnis nicht soweit zurückdenken. Ein sehr wichtiges Hilfsmittel zur Steigerung und Festigung des Selbstbewusstseins ist ein Erfolgsjournal. Im Erfolgsjournal erarbeiten Sie wichtige Grundlagen für Ihre persönliche Weiterentwicklung. Hierzu gehört beispielsweise das Aufschreiben von Erfolgen. Ich empfehle Ihnen täglich mindestens 5 Erfolge oder positive Erfahrungen zu notieren. Sie meinen, dass sind ganz schön viele Erfolge für nur einen Tag? Glauben Sie mir, Sie können und dürfen gerne noch viel mehr aufschreiben. Es muss nicht immer der "Flug zum Mond" sein. Auch kleine Erfolge sind Erfolge. Sie werden mit der Zeit auch den Blick schärfen. Sie werden lernen, dass Sie schon einiges im Arbeitsschutz erreicht haben. Sie werden einen Ansporn spüren, immer besser zu werden. Ich empfehle Ihnen, so schnell als möglich mit einem Erfolgsjournal zu beginnen. Am besten sofort. Denn der beste Moment für Veränderungen ist immer jetzt.


Arbeiten Sie an Ihrem persönlichen Mindset im Arbeitsschutz. Werden Sie ein wahrer Gewinner im Arbeitsschutz. Das Arbeitsschutz-Erfolgsjournal begleitet Sie in einer "Schritt für Schritt" Anleitung von Ihren Glaubenssätzen bis hin zur Weiterentwicklung Ihrer Kommunikationsfähigkeiten. Der Aufbau und die Struktur entsprechen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Methoden.


Die aktuelle Auflage verschenken wir an die Leser dieses Blogs. Rufen Sie hierfür JETZT unter den folgenden Link die Website zum Arbeitsschutz-Erfolgsjournal auf (hier klicken). Das Angebot gilt nur vorübergehend und ist limitiert.



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Nutzen Sie Ihre Chance. Starten Sie mit mehr Selbstbewusstsein und einem neuen Mindset in die Zukunft. Die WandelWerker TOP-Experten unterstützen Sie auch persönlich. Bei Fragen wenden Sie sich direkt an uns.


Stefan Ganzke

Geschäftsführer, Trainer und Safety Culture Expert

WandelWerker






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